Qualifikationsblock "Außerklinische Beatmung“

Langzeitbeatmete Menschen entscheiden selbstbestimmt, wie und wo sie ihre Zukunft verbringen wollen.

Außerklinische Intensivversorgung verlangt hohes Qualifikationsniveau

Außerklinische Intensivversorgung verlangt hohes Qualifikationsniveau

Langzeitbeatmete Menschen haben heute die Möglichkeit, selbstbestimmt mit ihren Angehörigen zu entscheiden, wie und wo sie ihre Zukunft verbringen wollen. So steigt der Bedarf an Möglichkeiten der Einzelversorgung oder der Versorgung in Wohngemeinschaften.
Diese außerklinische Intensivversorgung verlangt von den Pflegenden ein hohes Qualifikationsniveau. Sie müssen in der Lage sein, auch in kritischen Entscheidungssituationen selbständig und korrekt zu handeln. Unsere Kurse bereiten Sie darauf vor!

Pflegepersonen tragen hohe Verantwortung

Pflegepersonen tragen hohe Verantwortung

Abhängig von der verbliebenen Autonomie des Klienten1, verlangt die außerklinische Intensivversorgung ein hohes Qualifikationsniveau von den Pflegenden. In der Häuslichkeit als auch in spezialisierten Betreuungseinheiten sind Pflegepersonen häufig über längere Zeit alleine beim Klienten tätig und tragen somit eine hohe Verantwortung. Sie müssen in der Lage sein, auch in kritischen Entscheidungssituationen selbständig und korrekt zu handeln.

Ambulante Pflege fordert Fachkräfte mit spezifischen Kenntnissen

Ambulante Pflege fordert Fachkräfte mit spezifischen Kenntnissen

Nach den Qualitätsprüfungs-Richtlinien des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V. (MDS) und dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV; 2009) sind in der ambulanten Pflege Fachkräfte mit spezifischen Kenntnissen gefordert. In der Vorabversion der ergänzenden Kriterien zur Überprüfung der Versorgungsqualität im ambulanten Intensivpflegebereich (MDK Bayern, 2012) werden von Pflegefachkräften, welche beatmungs- bzw. intensivspezifische Aufgaben am Versicherten eigenverantwortlich übernehmen, folgende Qualifikationen gefordert:

  • Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen mit Heimbeatmungskurs
  • Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen mit beatmungs-/intensivspezifischen Einweisungen
  • Altenpfleger/-innen mit Heimbeatmungskurs bei einer 1:1 Versorgung.
Qualifikationsanforderungen an Pflegepersonen

Qualifikationsanforderungen an Pflegepersonen

Auch die Leitlinie S2-Leitlinie „Nichtinvasive und invasive Beatmung als Therapie der chronischen respiratorischen Insuffizienz" der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (Windisch et al., 2010) beinhaltet Qualifikationsanforderungen an Pflegepersonen, welche selbständig und eigenverantwortlich beatmungsabhängige Patienten fachpflegerisch versorgen.

Qualifikation muss nachgewiesen werden

Qualifikation muss nachgewiesen werden

Neben einer 3-jährigen Ausbildung zur examinierten Pflegefachkraft muss eine der folgenden Qualifikationen nachgewiesen werden:

  • Atmungstherapeut/-in
  • Fachgesundheits- und Krankenpfleger/-in für Anästhesie- und Intensivpflege
  • mindestens 1 Jahr Berufserfahrung im Beatmungsbereich innerhalb der letzten 5 Jahre.
Zusatzqualifikation kann erworben werden

Zusatzqualifikation kann erworben werden

Abweichend davon kann diese Zusatzqualifikation durch einen strukturierten Kurs zur Beatmungspflege erworben werden. Diese Kurse müssen von der Arbeitsgemeinschaft Respiratorentwöhnung und Heimbeatmung (AGH) anerkannt sein. Die AGH wurde 2010 in die „Deutsche interdisziplinäre Gesellschaft für außerklinische Beatmung (DIGAB) e. V." umbenannt.

Vermitteltes Fachwissen bildet die Basis

Vermitteltes Fachwissen bildet die Basis

Dies bedeutet, dass jede Pflegefachkraft ohne beatmungsbezogene berufliche Erfahrung oder fachspezifische Zusatzausbildung einen strukturierten Basiskurs absolvieren muss, welcher durch die Deutsche Interdisziplinäre Gesellschaft für Außerklinische Beatmung (DIGAB) genehmigt wurde. Das im Kurs vermittelte Fachwissen bildet die Basis für jede Pflegeperson, um das Vertrauen in die eigene Pflegekompetenz zu stärken und für den Beatmeten ein fundiertes und sicheres Versorgungssetting zu gestalten.

Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.

HERO
Ambulante Intensivpflege

Marktplatz 4
94496 Ortenburg
Deutschland